Myanmar verhängt Haftstrafen wegen illegalen Holzeinschlags

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Xinhua/IHB
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Letzte Woche hat ein Gericht in Myanmar Haftstrafen illegalen Holzeinschlags verhängt. Das Bezirksgericht Myitkyina im Bundesstaat Kachin hat 152 von 155 inhaftierten Forstarbeitern zu langjährigen Haftstrafen verurteilt. Grundlage für die Verurteilungen ist ein Gesetz aus dem Jahr 1963, wonach mit Haftstrafen von 10 Jahren bis zu Lebenslang bestraft wird, wer öffentliches Eigentum stiehlt oder missbraucht. Das berichtet die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua unter Berufung auf Regierungskreise.

In China herrscht eine wachsende Nachfrage nach Nachbildungen von Möbeln und hochwertigen Bodenbelägen aus der Qing- und Ming-Dynastie. Das hat den Druck auf die Bestände an Rosenholz und Teak in Myanmar erhöht. Bis vor kurzem durften Chinesen, die beim illegalen Holzeinschlag aufgegriffen worden sind, nach China ausreisen. Seit Januar, als die 155 Chinesen inhaftiert wurden,  haben Myanmars Behörden jedoch offenbar den Kampf gegen den illegalen Holzeinschlag verschärft.

In den vergangenen Jahren hat Myanmar verschiedene Maßnahmen gegen illegalen Holzhandel ergriffen. So ist seit April 2014 der Export von unbearbeitetem Holz verboten. Von  April 2011 bis November 2014 wurden nach Regierungsinformationen 134 Chinesen und 23.000 Einheimische mit mehr als 140.000 Tonnen illegal eingeschlagenem Holz, Waffen sowie 3.500 LKW mit Hilfsgütern gefasst.

Das chinesische Außenministerium zeigt sich beunruhigt über die Verurteilungen. Diese sind indes noch nicht rechtskräftig. Die chinesischen Holzarbeiter können noch Berufung einlegen.

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