Bundeslandwirtschaftsminister Horst Seehofer und der Präsident des Deutschen Forstwirtschaftsrates, MdB Georg Schirmbeck sind beim Thema Flächenstilllegung im Wald einig. Dies erklärten sie nach einem Gespräch in Berlin.
Dem Gespräch vorausgegangen war eine Unstimmigkeit über eine erneute
Flächenstilllegung im deutschen Wald, die der DFWR so nicht hinnehmen wollte.
„Das in der Nationalen Strategie zur Biologischen Vielfalt geforderte Ziel, bis zum
Jahr 2020 den Flächenanteil der Wälder mit natürlicher Waldentwicklung auf 5 % der
Waldfläche zu erhöhen, wird bereits jetzt erreicht“, so DFWR Präsident Schirmbeck. Die
Bundeswaldinventur 2 hat als Ergebnis 15 % der Waldfläche in der Hauptbestockung als
„sehr naturnah“ eingestuft, in der Jungbestockung sind dies bereits 21 %. „Unsere Wälder
entwickeln sich also in die richtige Richtung und das mit starker Unterstützung durch
die Waldbesitzer und die Förderinstrumente“, sagte Schirmbeck.
Bundeslandwirtschaftsminister Seehofer sagte: „Die in der Nationalen Strategie zur
Biologischen Vielfalt durch die Bundesregierung festgeschriebenen Ziele sind sehr
wichtig, da der weltweit zu beobachtende alarmierende Rückgang der biologischen
Vielfalt dramatisch zugenommen hat. Verloren gegangene Biodiversität lässt sich
nicht wieder herstellen – der Verlust ist irreversibel.“
„Es kann nicht das Ziel des BMELV sein, alle Aktivitäten zum Klimaschutz und zum
Einsatz regenerativer Energien hinter einer Flächenstilllegung zurück stehen zu
lassen“ so Seehofer weiter, „nur gemeinsam mit den Waldbesitzern aller
Eigentumsarten können wir die vor uns liegenden Ziele erreichen und die Biologische
Vielfalt in den Wäldern erhalten und mehren.“
Seehofer und Schirmbeck sind der Überzeugung, dass das Ziel der Nationalen Strategie zur
Biologischen Vielfalt für Deutschlands Wälder bereits erreicht ist, der eingeschlagene Weg
zu mehr Naturnähe und Vielfalt aber auch zukünftig konsequent weiter verfolgt werden
muss.
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